Fischarten in Hessen: 45 Arten mit Bild, Schonzeit und Entnahmemaß
Heimische Fischarten in Hessen im Überblick: 45 Arten mit Zeichnung, Foto, Erkennungsmerkmalen, Gewässern, Schonzeit und Entnahmemaß nach der Hessischen Fischereiverordnung.
Hessen liegt mitten in Deutschland und hat eine vielfältige Fischfauna: im Süden Rhein und Main mit Wels, Zander und Barbe, im Norden Eder, Fulda und Werra mit Äsche und Bachforelle. Dazu kommen Talsperren wie Edersee und Twistesee, die Baggerseen der Rheinebene und hunderte Bäche in Taunus, Odenwald, Spessart und Rhön.
Hier findest du die heimischen und wichtigsten gebietsfremden Fischarten Hessens als Bestimmungs- und Gewässerführer: mit Zeichnung, Foto, Erkennungsmerkmalen, Gewässern und Schonzeit. Die Rote Liste (Stand 2013) kennt 43 einheimische und 18 gebietsfremde, sich fortpflanzende Arten.1
Schonzeiten und Entnahmemaße stammen aus § 1 und § 2 der Hessischen Fischereiverordnung vom 14. April 2023. Das Gesetz vom 16. Dezember 2025 änderte nur Verwaltungsregeln (§ 18 und § 34), die Tabellen sind unverändert. Die Fotos stammen von Wikimedia Commons.234
Hessen arbeitet mit einem Entnahmefenster: Du darfst eine Art nur entnehmen, wenn sie zwischen der unteren und der oberen Grenze liegt. Zu kleine und zu große Fische gehen zurück ins Wasser.
Übersicht: alle Arten auf einen Blick
Die Tabelle zeigt alle 45 Arten dieser Seite mit Schonzeit und Entnahmemaß nach der Hessischen Fischereiverordnung. Ein Klick auf den Namen springt zum Steckbrief. Die Arten ohne eigenen Steckbrief stehen weiter unten in einer Liste.
| Art | Gruppe | Gewässertyp | Schonzeit | Entnahmemaß |
|---|---|---|---|---|
| Hecht | Raubfisch | Seen, Flüsse | 1. Februar bis 15. April | 50 bis 90 cm |
| Zander | Raubfisch | Seen, große Flüsse | keine landesweite Schonzeit | ab 50 cm |
| Wels | Raubfisch | Große Flüsse, Baggerseen | keine landesweite Schonzeit | kein Maß |
| Flussbarsch | Raubfisch | Seen, Flüsse | keine landesweite Schonzeit | kein Maß |
| Rapfen | Raubfisch | Große Flüsse | keine landesweite Schonzeit | kein Maß |
| Aal | Wanderfisch | Flüsse, Seen | 15. September bis 1. März | 50 bis 70 cm |
| Karpfen | Friedfisch | Seen, Teiche | 15. März bis 31. Mai (Wildform) | 45 bis 60 cm (Wildform) |
| Schleie | Friedfisch | Seen, Teiche | 1. Mai bis 30. Juni | 25 bis 45 cm |
| Brachse (Blei) | Friedfisch | Große Flüsse, Seen | keine landesweite Schonzeit | kein Maß |
| Rotauge (Plötze) | Friedfisch | Flüsse, Seen | keine landesweite Schonzeit | kein Maß |
| Rotfeder | Friedfisch | Seen, Altarme | 15. März bis 31. Mai | 20 bis 30 cm |
| Döbel (Aitel) | Friedfisch | Flüsse | keine landesweite Schonzeit | kein Maß |
| Aland (Orfe) | Friedfisch | Große Flüsse | keine landesweite Schonzeit | kein Maß |
| Hasel | Friedfisch | Bäche, kleine Flüsse | keine landesweite Schonzeit | kein Maß |
| Barbe | Friedfisch | Flüsse | 1. Mai bis 30. Juni | 40 bis 60 cm |
| Nase | Friedfisch | Flüsse | 15. März bis 30. April | 25 bis 40 cm |
| Gründling | Friedfisch | Flüsse, Seen | keine landesweite Schonzeit | kein Maß |
| Giebel | Friedfisch | Teiche, Altarme | keine landesweite Schonzeit | kein Maß |
| Ukelei (Laube) | Friedfisch | Flüsse, Seen | keine landesweite Schonzeit | kein Maß |
| Kaulbarsch | Friedfisch | Flüsse, Seen | keine landesweite Schonzeit | kein Maß |
| Güster | Friedfisch | Flüsse, Seen | keine landesweite Schonzeit | kein Maß |
| Moderlieschen | Friedfisch | Teiche, Gräben | 1. Mai bis 30. Juni | kein Maß |
| Bachforelle | Salmonide | Bäche, Flüsse | 1. Oktober bis 31. März | 25 bis 60 cm |
| Regenbogenforelle | Salmonide | Teiche, Bäche | keine landesweite Schonzeit | kein Maß |
| Äsche | Salmonide | Flüsse | 1. März bis 15. Mai | 30 bis 45 cm |
| Bachsaibling | Salmonide | Bäche, Teiche | keine landesweite Schonzeit | kein Maß |
| Atlantischer Lachs | Geschützt | Wanderfisch | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
| Quappe (Trüsche) | Geschützt | Flüsse, Seen | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
| Karausche | Geschützt | Teiche, Altarme | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
| Zährte (Rußnase) | Geschützt | Große Flüsse | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
| Bitterling | Geschützt | Altarme, Gräben | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
| Schlammpeitzger | Geschützt | Altwasser, Gräben | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
| Groppe (Koppe) | Geschützt | Bäche | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
| Edelkrebs | Krebs, geschützt | Bäche, Teiche | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
| Elritze | Geschützt | Bäche, Flüsse | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
| Schneider | Geschützt | Bäche, Flüsse | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
| Steinbeißer | Geschützt | Flüsse, Altarme | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
| Zwergstichling | Geschützt | Gräben, Altwasser | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
| Rheinfelchen | Geschützt | Rhein | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
| Maifisch | Geschützt | Wanderfisch | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
| Atlantischer Stör | Geschützt | Wanderfisch | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
| Flunder | Geschützt | Rhein, Main | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
| Bachneunauge | Rundmaul, geschützt | Bäche | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
| Flussneunauge | Rundmaul, geschützt | Flüsse | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
| Meerneunauge | Rundmaul, geschützt | Rhein, Main | ganzjährig geschont | nicht entnehmen |
Raubfische
Zu den Raubfischen zählen auch der Aal als nachtaktiver Jäger und der Rapfen, der einzige räuberische Karpfenfisch. In der Prüfung geht es oft um Erkennungsmerkmale und Schonzeiten.

Hecht
- Schonzeit
- 1. Februar bis 15. April
- Entnahmemaß
- 50 bis 90 cm
- Typische Größe
- 50 bis 100 cm, selten über 120 cm
- Rote Liste Hessen
- Vorwarnliste (V)
Du erkennst den Hecht an der langen, entenschnabelartigen Schnauze und der Rückenflosse, die weit hinten über der Afterflosse sitzt. Der Körper ist grünlich mit hellen Flecken und Bändern. Er steht als Lauerjäger an verkrauteten Ufern, in Altarmen und an Schilfkanten von Seen und langsamen Flüssen. In Hessen steht er in Rhein, Main, Lahn, Fulda und Werra, im Edersee und Diemelsee sowie in den Baggerseen des Rhein-Main-Gebiets.

Zander
- Schonzeit
- keine landesweite Schonzeit
- Entnahmemaß
- ab 50 cm
- Typische Größe
- 50 bis 80 cm
- Rote Liste Hessen
- gebietsfremd, nicht bewertet
Der Zander hat zwei getrennte Rückenflossen, die erste mit harten Stacheln, dazu große Fangzähne und große, glasig wirkende Augen. Der Körper ist schlank mit verwaschenen dunklen Querbinden. Er bevorzugt trübes, sauerstoffreiches Wasser und hält sich tagsüber in tieferen Bereichen und an Steinpackungen auf. Typische Gewässer sind Rhein, Main und Lahn sowie Edersee und Twistesee. An beiden Talsperren gilt eine eigene Schonzeit vom 15. März bis 31. Mai.56

Wels
- Schonzeit
- keine landesweite Schonzeit
- Entnahmemaß
- kein Maß
- Typische Größe
- 80 bis 150 cm, Einzelfische über 200 cm
- Rote Liste Hessen
- gebietsfremd, nicht bewertet
Der Wels ist schuppenlos und schleimig, hat ein breites Maul mit zwei langen Barteln am Oberkiefer und vier kurzen am Unterkiefer sowie eine sehr lange Afterflosse. Die Rückenflosse ist winzig. Er liebt warme, tiefe und langsame Gewässer und ist vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. In Hessen findest du ihn vor allem in Rhein, Main und Lahn sowie in Baggerseen Südhessens.

Flussbarsch
- Schonzeit
- keine landesweite Schonzeit
- Entnahmemaß
- kein Maß
- Typische Größe
- 15 bis 35 cm
- Rote Liste Hessen
- ungefährdet
Typisch sind die dunklen Querbinden, die zwei getrennten Rückenflossen (die erste mit schwarzem Fleck am Ende) und die rötlichen Bauch-, After- und Schwanzflossen. Der Barsch lebt in Schwärmen und kommt in Seen, Flüssen und Kiesgruben vor, fast überall dort, wo das Wasser nicht zu sauerstoffarm ist. Er kommt in fast jedem hessischen Gewässer vor, von Main und Rhein bis zu Edersee, Diemelsee und den Kiesgruben der Rheinebene.

Rapfen
- Schonzeit
- keine landesweite Schonzeit
- Entnahmemaß
- kein Maß
- Typische Größe
- 40 bis 70 cm
- Rote Liste Hessen
- ungefährdet
Der Rapfen ist der einzige räuberische Karpfenfisch bei uns. Er hat ein oberständiges Maul mit vorstehendem Unterkiefer, dessen Spalte bis unter die Augen reicht, und einen schlanken, silbrigen Körper. Er jagt an der Oberfläche in der Strömung größerer Flüsse und an Wehrfüßen. In Hessen lebt er vor allem im Main und im Rhein, in geringerer Zahl auch in der unteren Lahn.

Aal
- Schonzeit
- 15. September bis 1. März
- Entnahmemaß
- 50 bis 70 cm
- Typische Größe
- 50 bis 100 cm
- Rote Liste Hessen
- vom Aussterben bedroht (1)
Der Aal ist schlangenförmig, Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden einen durchgehenden Saum, Bauchflossen fehlen. Er ist nachtaktiv und versteckt sich tagsüber in Höhlungen. Als Wanderfisch laicht er in der Sargassosee, unsere Bestände leben fast nur noch von Besatz. In Hessen kommt er in Rhein, Main, Lahn, Fulda und Werra vor, meist als Besatzfisch. Die Rote Liste führt ihn als vom Aussterben bedroht.
Friedfische
Zu den Friedfischen gehören die Karpfenartigen und einige Kleinfische. Die Rote Liste Hessens nennt hier Rotfeder und Nase auf der Vorwarnliste und das Moderlieschen als gefährdet.

Karpfen
- Schonzeit
- 15. März bis 31. Mai (Wildform)
- Entnahmemaß
- 45 bis 60 cm (Wildform)
- Typische Größe
- 40 bis 80 cm
- Rote Liste Hessen
- stark gefährdet (2)
Der Karpfen trägt vier Barteln am Maul, zwei lange und zwei kurze, und eine lange Rückenflosse mit hartem Stachelstrahl. Die Wildform ist voll beschuppt, bei den Zuchtformen unterscheidet man Schuppen-, Spiegel-, Zeil- und Lederkarpfen. Er lebt in warmen, stehenden oder langsam fließenden Gewässern und gründelt am Boden. In Hessen ist er vor allem in Baggerseen, Weihern und ruhigen Flussabschnitten von Main und Nidda zu finden. Die echte Wildform ist sehr selten, Hessen ist insgesamt ein Forellenland: Nur 7 Betriebe erzeugten 2025 Karpfen.7

Schleie
- Schonzeit
- 1. Mai bis 30. Juni
- Entnahmemaß
- 25 bis 45 cm
- Typische Größe
- 25 bis 45 cm
- Rote Liste Hessen
- ungefährdet
Die Schleie ist dick, grünlich-golden, sehr schleimig und hat winzige Schuppen, rundliche Flossen, rötlich-orange Augen und zwei kleine Barteln an den Maulwinkeln. Sie lebt am Grund verkrauteter, warmer Gewässer wie Weiher, Altarmen und Baggerseen. Du findest sie in Weihern, Altarmen und Baggerseen, etwa in der Rheinebene und im Rhein-Main-Gebiet.

Brachse (Blei)
- Schonzeit
- keine landesweite Schonzeit
- Entnahmemaß
- kein Maß
- Typische Größe
- 30 bis 50 cm
- Rote Liste Hessen
- ungefährdet
Die Brachse ist hochrückig und seitlich stark abgeflacht, mit langer Afterflosse (24 bis 30 Strahlen) und einem rüsselartig vorstülpbaren, unterständigen Maul. Junge Fische sind silbrig, alte bronzefarben. Sie bildet große Schwärme in nährstoffreichen Seen und in den trägen Unterläufen der Flüsse. In Hessen steht sie in Main, Rhein und der unteren Lahn sowie in größeren Seen und Baggerseen.

Rotauge (Plötze)
- Schonzeit
- keine landesweite Schonzeit
- Entnahmemaß
- kein Maß
- Typische Größe
- 20 bis 30 cm
- Rote Liste Hessen
- ungefährdet
Das Rotauge hat eine rote Iris mit rotem Fleck über der Pupille und blassrote Flossen. Seine Rückenflosse beginnt über dem Ansatz der Bauchflossen, das Maul ist endständig. Damit lässt es sich von der Rotfeder unterscheiden. Es ist anspruchslos und kommt fast in jedem Gewässer vor. In Hessen ist es praktisch in allen Flüssen, Talsperren und Baggerseen vertreten.

Rotfeder
- Schonzeit
- 15. März bis 31. Mai
- Entnahmemaß
- 20 bis 30 cm
- Typische Größe
- 20 bis 30 cm
- Rote Liste Hessen
- Vorwarnliste (V)
Bei der Rotfeder sitzt die Rückenflosse weiter hinten, nämlich hinter dem Ansatz der Bauchflossen. Das Maul ist oberständig, zwischen Bauchflossen und After verläuft ein scharfer Kiel, und alle paarigen Flossen leuchten rot. Sie hält sich in warmen, verkrauteten Stillgewässern dicht unter der Oberfläche auf. In Hessen lebt sie vor allem in verkrauteten Altarmen, Weihern und Baggerseen.

Döbel (Aitel)
- Schonzeit
- keine landesweite Schonzeit
- Entnahmemaß
- kein Maß
- Typische Größe
- 30 bis 50 cm
- Rote Liste Hessen
- ungefährdet
Der Döbel ist walzenförmig mit großem Kopf, breitem Maul und großen, dunkel gesäumten Schuppen. Seine Afterflosse ist nach außen gewölbt, beim Aland dagegen eingebuchtet. Er steht in der Strömung kleiner und mittlerer Flüsse, gern unter überhängenden Bäumen. In Hessen ist er in Main, Lahn, Fulda, Werra, Nidda und Kinzig sowie in vielen kleineren Mittelgebirgsflüssen häufig.

Aland (Orfe)
- Schonzeit
- keine landesweite Schonzeit
- Entnahmemaß
- kein Maß
- Typische Größe
- 30 bis 50 cm
- Rote Liste Hessen
- ungefährdet
Der Aland ähnelt dem Döbel, hat aber kleinere Schuppen, einen kleineren Kopf, rötliche Flossen und eine nach innen gebogene Afterflosse. Er lebt in mäßig strömenden Flüssen, Kanälen und größeren Seen und steigt zum Laichen in Seitengewässer auf. Die Goldorfe ist seine Zuchtform. In Hessen lebt er vor allem im Main, im Rhein und in der Lahn.

Hasel
- Schonzeit
- keine landesweite Schonzeit
- Entnahmemaß
- kein Maß
- Typische Größe
- 15 bis 25 cm
- Rote Liste Hessen
- ungefährdet
Der Hasel ist schlank und silbrig mit gelblicher Iris und leicht eingebuchteter Afterflosse. Er bildet Schwärme in sauerstoffreichen, schnell fließenden Bächen und kleinen Flüssen und schnappt auch Insekten von der Oberfläche. In Hessen steht er in den schnell fließenden Abschnitten der Mittelgebirgsflüsse, etwa in Taunus, Vogelsberg und Rhön.

Barbe
- Schonzeit
- 1. Mai bis 30. Juni
- Entnahmemaß
- 40 bis 60 cm
- Typische Größe
- 40 bis 70 cm
- Rote Liste Hessen
- ungefährdet
Die Barbe hat ein unterständiges Maul mit dicken Lippen und vier Barteln, zwei an der Oberlippe und zwei an den Mundwinkeln. Der letzte Hartstrahl der Rückenflosse ist gesägt. Sie ist Leitfisch der Barbenregion und lebt über kiesigem Grund in der Strömung. In Hessen lebt sie in Main, Rhein, Lahn, Fulda, Werra, Kinzig und Nidda.

Nase
- Schonzeit
- 15. März bis 30. April
- Entnahmemaß
- 25 bis 40 cm
- Typische Größe
- 30 bis 45 cm
- Rote Liste Hessen
- Vorwarnliste (V)
Die Nase erkennst du am quergestellten, unterständigen Maul mit harter Hornleiste an der Unterlippe und der überstehenden Schnauze. Die Bauchhöhle ist schwarz. Sie weidet Algenrasen von Steinen ab und steigt im Frühjahr in großen Schwärmen zu kiesigen Laichplätzen auf. In Hessen kommt sie vor allem im Main und in der Lahn sowie in einzelnen Nebenflüssen wie der Kinzig vor, meist in kleinen Beständen.

Gründling
- Schonzeit
- keine landesweite Schonzeit
- Entnahmemaß
- kein Maß
- Typische Größe
- 10 bis 15 cm
- Rote Liste Hessen
- ungefährdet
Der Gründling hat zwei Barteln am Maul, ein unterständiges Maul und eine Reihe dunkler Flecken entlang der Flanke. Er sucht über Sand und Kies nach Kleintieren und lebt in Flüssen, Bächen und manchen Seen. In Hessen ist er in Main, Nidda, Lahn und Fulda sowie in Baggerseen häufig.

Giebel
- Schonzeit
- keine landesweite Schonzeit
- Entnahmemaß
- kein Maß
- Typische Größe
- 20 bis 35 cm
- Rote Liste Hessen
- gebietsfremd, nicht bewertet
Der Giebel hat keine Barteln und eine leicht eingebuchtete Rückenflosse, bei der Karausche ist sie nach außen gewölbt. Er ist silbrig bis messingfarben und sehr anpassungsfähig. Er kommt in Teichen, Altarmen und Baggerseen vor, auch in sauerstoffarmem Wasser. In Hessen findest du ihn in Teichen, Altarmen und Baggerseen, vor allem in Südhessen.

Ukelei (Laube)
- Schonzeit
- keine landesweite Schonzeit
- Entnahmemaß
- kein Maß
- Typische Größe
- 10 bis 15 cm
- Rote Liste Hessen
- ungefährdet
Der Ukelei ist schlank und silbern mit oberständigem Maul und langer Afterflosse. Er jagt in Schwärmen dicht unter der Oberfläche nach Insekten und ist in Flüssen und Seen ein wichtiger Futterfisch für Räuber. In Hessen lebt er in Main, Rhein und Lahn sowie in den größeren Seen.

Kaulbarsch
- Schonzeit
- keine landesweite Schonzeit
- Entnahmemaß
- kein Maß
- Typische Größe
- 10 bis 15 cm
- Rote Liste Hessen
- ungefährdet
Beim Kaulbarsch ist die Rückenflosse nicht in zwei Teile getrennt wie beim Flussbarsch, sondern durchgehend. Der Körper ist olivbraun mit dunklen Flecken, der Kopf trägt auffällige Schleimgruben. Er lebt am Grund von Flussunterläufen und Seen. In Hessen findest du ihn vor allem in Rhein und Main und in deren Zuflüssen.

Güster
- Schonzeit
- keine landesweite Schonzeit
- Entnahmemaß
- kein Maß
- Typische Größe
- 15 bis 25 cm
- Rote Liste Hessen
- ungefährdet
Die Güster sieht aus wie eine kleine Brachse, hat aber größere Augen, eine kürzere Afterflosse (19 bis 23 Strahlen) und rötliche Ansätze der Bauch- und Brustflossen. Sie lebt in Schwärmen in ruhigen Flussabschnitten und Seen. In Hessen lebt sie in ruhigen Abschnitten von Main, Rhein und Lahn sowie in Seen.

Moderlieschen
- Schonzeit
- 1. Mai bis 30. Juni
- Entnahmemaß
- kein Maß
- Typische Größe
- 6 bis 9 cm
- Rote Liste Hessen
- gefährdet (3)
Das Moderlieschen ist winzig, hat ein oberständiges Maul und eine unvollständige Seitenlinie. Es lebt in Schwärmen in Teichen, Gräben und Altwassern und gelangt oft mit Besatz in neue Gewässer. In Hessen kommt es in kleinen Stillgewässern und Gräben vor, meist in geringer Zahl.
Forellen und Äsche
Die Salmoniden besiedeln die kühlen Bäche und Flüsse der hessischen Mittelgebirge. Sie erkennst du an der Fettflosse hinter der Rückenflosse.

Bachforelle
- Schonzeit
- 1. Oktober bis 31. März
- Entnahmemaß
- 25 bis 60 cm
- Typische Größe
- 20 bis 40 cm
- Rote Liste Hessen
- ungefährdet
Die Bachforelle trägt rote Punkte mit hellem Hof und schwarze Tupfen, eine Fettflosse und eine kaum eingebuchtete Schwanzflosse ohne Punkte. Der Mundspalt reicht bis hinter das Auge. Sie lebt in kühlen, sauerstoffreichen, schnell fließenden Bächen und Flüssen mit Verstecken und Kiesbetten. In Hessen ist sie in den Bächen von Taunus, Odenwald, Spessart, Rhön, Vogelsberg und Kellerwald sowie in den Oberläufen von Fulda, Eder und Lahn zu Hause. Die Verordnung fasst Bach-, Meer- und Seeforelle als „Atlantische Forelle“ zusammen, für alle gelten dieselben Werte.3

Regenbogenforelle
- Schonzeit
- keine landesweite Schonzeit
- Entnahmemaß
- kein Maß
- Typische Größe
- 25 bis 50 cm
- Rote Liste Hessen
- gebietsfremd, nicht bewertet
Typisch ist das rosa-violette Längsband an der Flanke, dazu viele kleine schwarze Punkte, die auch auf der Schwanzflosse liegen (bei der Bachforelle fehlen sie dort). Sie stammt aus Nordamerika, wird in Forellenteichen und Angelparks gehalten und wird auch in Gewässer besetzt. In Hessen ist sie der wichtigste Fisch der Aquakultur: 367.965 Kilogramm erzeugten die Betriebe 2025.7 Im Freiwasser kommt sie vor allem als Besatzfisch vor.

Äsche
- Schonzeit
- 1. März bis 15. Mai
- Entnahmemaß
- 30 bis 45 cm
- Typische Größe
- 30 bis 45 cm
- Rote Liste Hessen
- gefährdet (3)
Die Äsche hat eine große, segelartige Rückenflosse mit Fettflosse dahinter, ein kleines, unterständiges Maul und silbergraue Flanken mit dunklen Tupfen. Sie ist Leitfisch der Äschenregion in kühlen, schnellen und sauberen Flüssen und reagiert empfindlich auf Wärme und schlechte Wasserqualität. In Hessen kommt sie vor allem in Eder, Fulda, Werra und Lahn vor, überwiegend in kleinen und oft besetzten Beständen.

Bachsaibling
- Schonzeit
- keine landesweite Schonzeit
- Entnahmemaß
- kein Maß
- Typische Größe
- 20 bis 30 cm
- Rote Liste Hessen
- gebietsfremd, nicht bewertet
Der Bachsaibling ist dunkel olivgrün mit hellen Flecken und Wurmlinien auf dem Rücken, roten Punkten mit blauem Hof und weißen Vorderkanten an den Bauch- und Afterflossen. Er stammt aus Nordamerika und lebt in kalten, klaren Bächen und Forellenteichen. In Hessen lebt er in einzelnen kalten Mittelgebirgsbächen und in Forellenteichen, hauptsächlich als Besatzfisch.
Ganzjährig geschützte Arten
Diese Arten dürfen nach § 1 der Hessischen Fischereiverordnung nicht gefangen oder entnommen werden. Gefangene Tiere setzt du sofort schonend zurück.3

Atlantischer Lachs
- Schonzeit
- ganzjährig geschont
- Entnahmemaß
- nicht entnehmen
- Typische Größe
- 60 bis 100 cm
- Rote Liste Hessen
- ausgestorben oder verschollen (0)
Der Lachs hat eine Fettflosse, einen schlanken Schwanzstiel und eine leicht eingebuchtete Schwanzflosse. Seine Flecken sind überwiegend X-förmig und liegen oberhalb der Seitenlinie. Als Wanderfisch wächst er im Meer ab und steigt zum Laichen in kiesige Oberläufe auf, wo auch die Jungfische aufwachsen. In Hessen wird er in der Lahn (Dill, Weil) seit 1995 jährlich besetzt, Rückkehrer sind bis zum Wehr Lahnstein dokumentiert. Die Rote Liste führt ihn als ausgestorben.8

Quappe (Trüsche)
- Schonzeit
- ganzjährig geschont
- Entnahmemaß
- nicht entnehmen
- Typische Größe
- 30 bis 50 cm
- Rote Liste Hessen
- gefährdet (3)
Die Quappe ist der einzige Süßwasserdorsch: Sie hat einen Bartfaden am Kinn, eine kurze und eine lange Rückenflosse und eine marmorierte Haut. Sie ist nachtaktiv, laicht im Winter und lebt in kühlen, tiefen Flüssen und Seen unter Steinen und Wurzeln. In Hessen gibt es nur noch kleine Bestände, vor allem in Rhein, Main und Lahn.

Karausche
- Schonzeit
- ganzjährig geschont
- Entnahmemaß
- nicht entnehmen
- Typische Größe
- 15 bis 25 cm
- Rote Liste Hessen
- vom Aussterben bedroht (1)
Die Karausche ist goldgelb bis bronzefarben, hochrückig und hat keine Barteln. Ihre Rückenflosse ist nach außen gewölbt, so unterscheidest du sie vom Giebel. Sie lebt in verkrauteten, kleinen Stillgewässern und übersteht auch sauerstoffarmes Wasser. In Hessen gibt es nur noch wenige Restvorkommen in kleinen, verkrauteten Gewässern.

Zährte (Rußnase)
- Schonzeit
- ganzjährig geschont
- Entnahmemaß
- nicht entnehmen
- Typische Größe
- 25 bis 35 cm
- Rote Liste Hessen
- vom Aussterben bedroht (1)
Die Zährte hat einen dunklen Rücken, silbrige Flanken und eine nasenartig überstehende Schnauze mit unterständigem Maul. Sie ist ein Wanderfisch und steigt zum Laichen aus großen Strömen in kiesige Flussabschnitte auf. In Hessen ist sie vom Aussterben bedroht und nur noch in sehr geringer Zahl in Rhein und Main zu erwarten.

Bitterling
- Schonzeit
- ganzjährig geschont
- Entnahmemaß
- nicht entnehmen
- Typische Größe
- 5 bis 8 cm
- Rote Liste Hessen
- ungefährdet
Der Bitterling ist ein Kleinfisch, bei dem die Männchen im Frühjahr schillernde Laichfarben tragen und die Weibchen eine lange Legeröhre. Die Eier legt er in lebende Großmuscheln, deshalb ist er auf Teich- und Malermuscheln angewiesen. Er lebt in Altarmen, Gräben und Baggerseen. In Hessen lebt er in Altarmen, Gräben und Baggerseen mit Muschelbestand, vor allem in der Rhein-Main-Ebene.

Schlammpeitzger
- Schonzeit
- ganzjährig geschont
- Entnahmemaß
- nicht entnehmen
- Typische Größe
- 15 bis 25 cm
- Rote Liste Hessen
- stark gefährdet (2)
Der Schlammpeitzger ist aalförmig, hat zehn Barteln am Maul und braungelbe Längsstreifen. Er kann bei Sauerstoffmangel Luft über den Darm aufnehmen und zeigt Wetterumschwünge durch Unruhe an. Er lebt in schlammigen Altwassern und Gräben. In Hessen gibt es ihn nur noch in wenigen schlammigen Gräben und Altwassern, vor allem in der Rheinebene.
Groppe (Koppe)
- Schonzeit
- ganzjährig geschont
- Entnahmemaß
- nicht entnehmen
- Typische Größe
- 10 bis 15 cm
- Rote Liste Hessen
- ungefährdet
Die Groppe hat einen breiten, abgeflachten Kopf, große Brustflossen und keine Schwimmblase. Sie ist ein Bodenfisch und versteckt sich unter Steinen in kalten, sauberen Bächen und Flüssen. In Hessen lebt sie in sauberen, kühlen Mittelgebirgsbächen. Die Verordnung schützt alle heimischen Groppen.

Edelkrebs
- Schonzeit
- ganzjährig geschont
- Entnahmemaß
- nicht entnehmen
- Typische Größe
- 10 bis 18 cm
- Rote Liste Hessen
- nicht in der Fischliste
Der Edelkrebs ist bräunlich bis olivgrün und hat auf der Unterseite der Scheren eine rötliche Färbung. Anders als der eingeschleppte Signalkrebs fehlt ihm der helle Fleck am Scherengelenk. Er gilt als Zeigerart für sauberes Wasser und wird von der durch amerikanische Krebse eingeschleppten Krebspest bedroht. In Hessen gibt es nur noch Restbestände in einzelnen Bächen und Teichen. Die Bestandssituation steht nicht in der Roten Liste der Fische, sondern in einer eigenen Krebsliste.
Weitere ganzjährig geschützte Arten
Diese Arten sind in § 1 der Hessischen Fischereiverordnung aufgeführt und dürfen ganzjährig nicht gefangen oder entnommen werden. Bei den meisten lohnt sich das Erkennen, weil sie als Beifang an der Angel hängen können.3
- Elritze: kleiner Schwarmfisch der klaren Bäche, Männchen zur Laichzeit mit Hochzeitskleid. Rote Liste Hessen: ungefährdet.
- Schneider: schlanker, silbriger Kleinfisch mit dunklem Band entlang der Seitenlinie, lebt in sauberen Bächen. Rote Liste: gefährdet (3).
- Steinbeißer: aalartig schlanker Grundfisch mit sechs Barteln und Dorn unter dem Auge, lebt im Sand von Altarmen. Rote Liste: gefährdet (3).
- Zwergstichling: winziger Stichling mit neun bis zehn Rückenstacheln, lebt in verkrauteten Gräben. Rote Liste: extrem selten (R).
- Rheinfelchen: eine Maräne des Rheins, in Hessen sehr selten. Rote Liste: Daten unzureichend (D).
- Maifisch und Atlantischer Stör: große Wanderfische, die in Hessen als ausgestorben gelten und in Wiederansiedlungsprojekten besetzt werden. Rote Liste: ausgestorben (0).
- Flunder: Plattfisch, der aus dem Meer weit in Flüsse hinaufsteigt, in Hessen nur gelegentlich in Rhein und Main. Rote Liste: Daten unzureichend (D).
- Bach-, Fluss- und Meerneunauge: aalförmige Rundmäuler ohne Kiefer, mit Saugmaul und sieben Kiemenöffnungen je Seite. Rote Liste: Bachneunauge ungefährdet, Flussneunauge stark gefährdet (2), Meerneunauge gefährdet (3).
Häufige Fragen
Welche Fischarten gibt es in Hessen?
Die Rote Liste Hessens (Stand 2013) kennt 43 einheimische Fisch- und Rundmäulerarten und 18 gebietsfremde, sich fortpflanzende Arten. Zu den häufigsten Arten zählen Rotauge, Barsch, Döbel, Hecht, Zander, Aal und Bachforelle.
Welche Schonzeiten gelten in Hessen?
Die Hessische Fischereiverordnung nennt in § 2 zehn Arten mit Schonzeit und Entnahmemaß, etwa Hecht (1. Februar bis 15. April), Äsche (1. März bis 15. Mai) und Zander (keine landesweite Schonzeit). Am Edersee und Twistesee gilt für Zander eine eigene Schonzeit.
Welche Fische sind in Hessen ganzjährig geschützt?
Nach § 1 sind unter anderem Lachs, Quappe, Karausche, Bitterling, Schlammpeitzger, Zährte, Elritze, Groppe, Edelkrebs und alle Neunaugen ganzjährig geschützt.
Was ist ein Entnahmefenster?
Das ist eine untere und eine obere Längengrenze. Du darfst nur Fische entnehmen, die zwischen beiden Grenzen liegen, beim Hecht also 50 bis 90 Zentimeter. Alle anderen müssen schonend zurückgesetzt werden.
Welche Fische gibt es im Edersee?
Im Edersee leben unter anderem Hecht, Zander, Barsch, Rotauge, Brachse und Aal. Für den Zander gilt dort eine eigene Schonzeit vom 15. März bis 31. Mai.6
Genug gelesen, Zeit zum Üben
10 Fragen aus der echten Prüfung, sofort die Lösung und am Ende siehst du, wo du stehst.